Willkommen zu meinem Blog

Dies ist nun mein Blog. Ich habe mir diesen für meinen Sprach-Aufenthalt in Vancouver eingerichtet. Ich hoffe ich finde auch die Zeit, hier einige Blogs zu posten. Mehr über mich findet ihr auf der Seite “About me”. Ich wünsche euch viel Spass beim lesen…

Canada_flag

Reise und Ankunft

Ich bin von Zürich über Amsterdam nach Vancouver geflogen. Wie sich später zeigte waren wir drei Personen die das selbe vor hatten. Nur gehen die anderen zwei nicht in die selbe Schule wie ich. Der Umstieg in Amsterdam war kein Problem. Der Flug von Amsterdam nach Vancouver ging ca. 10 Stunden. Während des Fluges wurden diverse Filme auf einem Monitor an der Decke gezeigt. Die Filme wurden nur in englisch gezeigt mit holländischem Untertitel, da ich ja mit KLM flog. Der Flug über Grönland war sehr interessant, man sah wie die Eisberge aus dem Wasser ragten und ein Land ohne irgend eine Ortschaft.

Als ich dan in Vancouver gelandet bin ging alles ziemlich schnell. Der Zoll ging reibungslos, da ich nur die hälfte verstanden habe, was ich eigentlich hätte tun sollen. Der Zoll beamte merkte schnell, dass ich ein Sprachschul-Kandidat bin und lies mich druch. :-) Danach holte ich mir mein gepäck, was zu meinem erstaunen sehr schnell ging. Am Flughafen rief ich dann meine Gast-Familie an, die mich eine viertel Stunde Später abholte. Nach einer kurzen interessanten Fahrt durch den kanadischen Abend-Verkehr kamen wir zu meinem neuen Zuhause für die nächsten 10 Wochen. Das Haus ist riesig und eigentlich sehr schön eingerichtet. Die Gastmutter zeigte mir das Zimmer und die Küche. Ebenfalls musste ich noch lernen wie man die Alarm-Anlage einschaltet. Etwas später konfigurierte ich zusammen mit dem Gastvater den Internet-Zugang meines Notebooks.

Mit mir wohnen noch zwei andere Stundenten im Haus. Eine Japanerin, die 4 Jahre hier bleibt und einen Brasilianer der aber am nächsten Tag bereits abreist. Da es für den Brasilianer der letzte Abend war haben wir drausen grilliert. Dabei konnte ich meine schweizer Grill-Künste unter beweis stellen. Nach dem Essen und einem feinen Caipirinha nach brasilianischer Art ging ich auch bald ins Bett.

Tag 1 – SkyTrain nach Downtown

Heute hatte ich Zeit mich ein zu richten und mich ein bisschen an die Sprache zu gewöhnen. Das machte ich mit Fernsehschauen. Der Fernseher ist an einem Sateliten angeschlossen und ermöglicht es somit über tausend Sender zu empfangen. Lena und die Kinder gingen heute campen und Daniel musste arbeiten. Als Daniel nach hause kam gingen wir zusammen in die Stadt. Er zeigte mir welchen Bus und SkyTrain (Metro ohne Lokführer) ich nehmen muss. Am Montag wir meine Schule beginnen und dazu muss ich an einen Einstufungstest in der Library. Daniel zeigte mir wo die Library ist. Den heimweg musste ich selbst finden, Daniel lief mir nur noch hinter her. Ich hatte keine Probleme den Heimweg zu finden. Die Stadt selbst ist wunder schön. Es hat sehr viele Bäume und kleine Grün-Anlagen. Als wir nach hause kamen gab es Pizza und dann war der Tag auch schon bald vorbei.

Tag 2 – Shopping-Center

Am Mittag schaute ich das Final der EM 2008. Spanien gewann das Spiel. Anschliessend zeigte mir Daniel wo man shoppen gehen kann. Wir gingen in ein RIESEN (wirklich unglaublich gross) Shopping-Center. Ich kaufte mir ein Shampoo und erkundete den laden. Die Chips-Abteilung in diesem Laden war mit seinem Angebot grösser als jeder Kleinladen in der Schweiz. Mein Shampoo konnte ich gleich selbst an einer unbemannten Kasse scannen und am Automaten bezahlen. Sowas habe ich noch nie gesehen. Das Shopping-Center ist mit seinen 470 Einzel-Läden das zweitgrösste Einkaufszenter in Kanada.

Als wir nach hause kamen habe ich meinen ipod gehackt, so dass ich nun Programme aus dem Internet laden und installieren kann. Ich hab mir gleich einen English-Translator installiert. Am Abend kamen Lena und die Kids vom Campen zurück. Ich spielte mit den Kids mein mitgebrachtes Memory-Spiel. Die Kinder hatten einen riesen Spass und streiteten anschliessen wer bei Abend-Essen neben mir sitzen durfte. :-)

Tag 3 – Erster Schultag

Ich musste heute früh aufstehen für den Test an meinem “ersten Schultag”. Alle Studenten traffen sich in der Library für den Test und die Informationen der Schule. Vor der Tür mussten wir uns Ausweisen und die Schulbestätigung zeigen. Ich sah mich kurz um und stellte schnell fest das ich nicht der einzige Schweizer bin. Als erstens mussten wir einen schriftlichen Test ausfüllen, danach gab es ein persönliches Gespräch mit einem Lehrer, der uns dann in ein Level einteilte. Ich bin in Level 3 (von 8 Level) eingeteilt worden. Den Mittag wie auch das gemeinsame Bier trinken nach der Schule verbrachte ich mit einigen Schweizern. Uns wurde an diesem Tag auch die Schule und deren Schulzimmer gezeigt. Die Schule ist sehr modern eingerichtet. Über die Lage (in Gastown) könnte man sich streiten. Ich sah Läute in einem Zustand wie ich es vorher noch nie gesehen hab. Vancouver ist eine sehr schöne Stadt aber dieser Stadtteil ist einer der schmutzigsten. Ich hoffe mien erster Eindruck wird sich noch ändern. Ich werde euch sicher davon berichten. Nach ein paar Bier ging ich dann nach hause zum Abendessen. Ich fuhr im vordersten Wagen mit dem SkyTrain. Im vordersten Wagen ist die Front ein Fenster und da ja kein Lokführer die Bahn steuert kann man sich da gleich selbst hinsetzen. Die sicht ist wie eine Achterbahn durch die Stadt Vancouver. Cool!

Tag 4 – Canada-Day

Canada hatte Geburtstag und das soll natürlich auch mit einem Feuerwerk gefeiert werden. Alle Kanadier haben heute frei und müssen nicht zur Arbeit gehen. Auch meine Schule blieb geschlossen. Meine Gast-Familie feierte den Tag indem wir zum Lunch in ein chinesisches Restaurant gingen. Und chinesisch heiss – wirklich chinesisch – nicht zu vergleichen mit einem chinesischen Restaurant in der Schweiz. Es gab Hühner-Füsse. Dies war das einzige was ich erkannt habe. Der Rest war eher glitschig und für mich unbekannt. Ich weiss nicht was ich da alles gegessen habe, aber es war eigentlich gar nicht mal so schlecht. Zum Dessert gab es dann so grüne Dinger (ähnlich wie Eier) mit einer schwarzen Füllung. Das ganze schmeckte richtig süss. Es war eine tolle Erfahrung. Was auch noch erwähnenswert ist: In diesem Restaurant setzte man sich hin und dann gab es während der ganzen Zeit immer neue Sachen. Nur wenig von dem was es gab aber man hatte so auch besser die Gelegenheit von allem zu probieren.

Nach dem spannenden Essen gingen wir auf eine Shopping-Tour. Und da meine Gast-Familie Chinesen sind gingen wir natürlich in einen chinesischen Einkaufs-Laden (ähnlich einer grössere Migros). In diesem Laden gab es nur chinesische Artikel. Sehr interessant war die Fleisch-Abteilung mit all den Kuh-Mägen etc. Dann gab es dort Pilze aller Art und eine riesen Auswahl an Artikel die chinesisch beschriftet Waren, bei denen ich aber nicht wusste was es genau ist. Das Extremste, was mich fast “us dä Socke ghaue hät” (nein es hat mich) war die Fisch Abteilung. Da gab es verschiedene Aquarium mit diversen Fischen oder Meerestieren drin. Ein Aquarium hatte ca. die grösse einer Wäschezeine, die Rand-Voll gefüllt mit diesen Fischen waren. Die Tiere da drin lebten (also die die oben waren und noch ein bisschen Platz hatten sich zu bewegen). Dann kam der Verkäufer und nahm ein Netz und rührte in diesem Aquarium und nahm ein Netz voller Fische rauch und verkaufte diese. Ich traute meinen Augen kaum wie die diese Tiere halten und mit ihnen umgingen.

Danach gingen wir in ein grosses Einkaufs-Zenter in Richmond (Unterhalt von Vancouver, wo noch mer chinesen Leben als nur in Vancouver). Ich kaufte dort zusammen mit meinem Host-Father eine kanadische Sim-Karte. Da mit ich dies tun konnte musste ich mich mit der Kredit-Karte ausweisen. Und als ich ihm meine Kredit-Karte zeigte machte er grosse Augen. (Zur Info: Ich habe eine gratis Kreditkarte von der Migros mit dem Standard-Bild in Schwarz, bei der Migros könnte man ja sein eigenes Kredit-Karten-Layout anfertigen) Der Verkäufer erklärte mir dann, dass in Kanada die Farbe der Kredit-Karte aussagt wieviel Geld man auf der Bank hat. In meinem Fall währe ich in Kanada (oder auch in der USA) ein Multi-Millionär. :-)

Danach gingen wir in einen japanischen 2$-Laden. Da Anna, die Studentin aus Japan die auch bei meiner Gast-Familie wohnt, dabei war. Und wie man halt die Japaner kennt, in diesem Laden konnte man ein  Haufen nützliche Sachen günstig kaufen aber auch vieles was überhaupt nichts nützt.

Im ganzen Shopping-Zenter war ich warscheinlich einer der wenigen westlichen Personen. Einmal hatte ich mich mitten im Zenter 360° gedreht und sah nur Asiaten. Ich möchte hier aber auch erwähnen die Asiaten sind sehr nett und sehr hilfsbereit. Und ich glaube auch die meisten sprechen hier auch Englisch, da sie schon lange hier sind oder sogar hier geboren sind. Danach gingen wir noch in ein Handwerker-Laden der von seiner Grösse auch alles bisherige übertrifft.

Am Nachmittag zeigte ich Lena und den Kids wie man mit meinem Laptop lustige Fotos machen kann. (Programm: Foto Booth) Wir hatten uns fast über eine Stunde damit amüsiert. :-) (Ich werde dazu noch zwei/drei Bilder hochladen)

Anschliessend spielte ich mit den Kids Nintendo Wii. Ich muss hier gestehen, ich spielte das erste mal auf einer Wii. Meiner Ansicht nach macht das Gerät einen riesen Spass aber so schnell kann es dann einem auch wieder langweilig werden.

Vom anstrendengen Nintendo spielen bekam ich hunger und Lena machte mir einen getosteten Bagle. Mein erster Bagle. Er war ganz gut. Aber ich hatte Angst dass ich zum Abendessen kein Hunger mehr habe. Aber ich bin ja hier in Nord-Amerika und hier kann man so viel essen wie man kann. Zum Abendessen gab es dan Hot-Dog mit 3 mal so dicken Wienerli wie wir sie in der Schweiz kennen.

Am Abend war dann das lang ersehnte Feuerwerk. Lena, Anna, die Kids und ich gingen nach Waterfront wo man das Feuerwerk am bessten sehen konnte. Die Kinder hatten einen riesen Spass und waren sehr aktiv. Das Feuerwerk war sehr schön, aber nie so gross wie wir es in der Schweiz kennen. Die Kanadier kaufen auch kein eigenes Feuerwerk so wie wir am ersten August. Jedenfalls, der Abend mit den Kindern war sehr lustig und die doch eher längere Heimreise ein bisschen anstrengend.

Tag 5 – Erster richtiger Schultag

Der erste Schultag began eigentlich ein bisschen stressig. Ich habe den Bus verpasst. Da mein Wohnort hier aber eine relativ gute ÖV-Verbindung hat und ich genug Reservezeit geplant hatte, war das kein Problem. Der erste Schultag war eigentlich ganz interessant. Wir mussten uns alle einander Vorstellen auf verschiedene Art und Weise (Games, Einander vorstellen.. etc.). In meiner Klasse ist ausser mir noch ein Schweizer “Thomas”. Er ist aber schon 2 Monate hier und wird in zwei Wochen nach hause gehen. Am Mittag ging ich mit Thomas und noch zwei Koreaner von meiner Klasse essen. Die Mittagspause ist sehr kurz, somit ist dann au die Afternoon-Lesson früher fertig. Der Schulunterricht besteht eigentlich aus 3 Teilen: Grammatik und neue Wörter, nach der Pause Speaking (nützliches wie zum Beispiel: Essen bestellen im Restaurant… etc.) und am Nachmittag haben wir ein Wahlfach welches für einen Monat das selbe ist. Hier habe ich das Working English gewählt. In dieser Lektion lernen wir wichtiges fürs Berufsleben.

Tag 6 – Schule und Stadtbesichtigung mit “Bong”

Am Morgen war wieder ganz normal Schule. Am Nachmittag ging ich dann mit “Bong” einem Koreaner aus meiner Klasse ein Teil der Stadt besichtigen. Bong ist ein sehr netter Typ der in Korea irgendetwas mechanisches studiert. Er erzählte mir viel über Korea und wie man dort so lebt. Wir gingen dann noch in Lennox Pup ein Bier trinken. Danach wollten wir noch schauen wie das andere Schulhaus aussieht in Yaletown. Ich gehen ja in Gastown in die Schule. Im Yaletown-Schulhaus haben die Studenten ein Billard-, Ping-Pong- und ein Töggeli-Tisch. Ich zeigte natürlich Bong wie man töggelet, er kennte es nicht. Danach spielten wir Pingpong. Ich gewann eines von drei Spielen. :-)

Zum Abendessen gab es wieder etwas ganz spezielles als Beilage (wenn ich es essen wollte – und ich habe probiert). Es gab Jellyfish (Qualle). Ich habe immer gedacht, dass man das nicht essen kann resp. ich habe mir gar keine Gedanken gemacht ob man das überhaupt ist. Jedenfalls es war extrem gewürzt mit Chilli. Ich kann also nicht sagen wie es schmecks aber es ist vom Biss her wie Salat. Das Chilli war extrem scharf.

Tag 7 – Freitag, Party Roxy

Am Freitag haben alle Studenten ab dem Mittag frei. In der Schule mussten wir uns gegenseitig erzählen wie wir in unseren Länder uns begrüssen. Da gab es sehr viele Unterschiede. In meiner Klasse hat es Koreaner, Japaner, Schweizer, Saudia Arabier, Mexicaner und eine Slowakin. Eine interessante Sache war auch die Geschichten von Mohammed (der Saudia Arabier), der zuhause drei Freundinen hat. :-)

Nach der Schule ging ich mit zwei Schweizern die ich schon am ersten Tag kennen gelernt habe (Pirmin und Urs) ein Bier trinken. Die Cambi-Bar ist direkt eine Strasse weiter von unserer Schule und dort gibt es das günstigste Bier in der Stadt. Sonst sind die Preise eigentlich genau gleich wie in der Schweiz. Schön ist auch das der Wechsel-Kurs 1:1 ist. In der Cambi-Bar habe ich dann Kilian und André von der Schweiz kennen gelernt. Etwas später (nach ein paar Pitcher:-)) wechselten wir den Tisch und setzten uns an den Tisch der Mexicaner/innen. Es ist extrem spannend mit Leuten anderer Kulturen zu sprechen. Kurz danach ging ich kurz nach hause zum Abend-Essen und machte mich bereit für den Ausgang.

Ich ging zusammen mit Pirmin und Urs ins “Roxy” ein Club wo es viele Schweizer aber auch Kanadier hatte. Das Roxy ist bekannt dass dort immer Live-Bands auftretten. Die Stimmung war super.

Am Abend kam ich dann auch mehr oder weniger gut nach Hause. Es ist schwirig die richtige Bushalte-Stelle zu treffen wenn man den Namen nicht weiss und sich draussen wegen der Dunkelheit nicht orientieren kann. Auch die Premiere mit der komplizierten Alarmanlage in meinem Haus ging tiptop.

Tag 8 – Samstag, take it easy

Heute habe ich ausgeschlafen und zum Lunch einen Bagle gegessen. So gegen halb 2 kam dann Giovana die neue Studentin aus Brasilien zu uns. Am Nachmittag gingen wir (Lena, die Kids, Giovana und ich) in einen Super-Markt in Richmond. Dieser Super-Markt ist das Prinzip vom Aldi nur in einer viel grösseren und extremeren Variante. An jedem Gefrierfach war eine Person die etwas zum probieren verteilte. Gestelle waren riesen gross und man kann nur immer eine grössere Menge von einem Artikel kaufen. Die Einkaufswagen sind auch dementsprechend angepasst. (fast 2x so gross wie in der Migros).

Zum Dinner gab es dann Chicken mit Pommes und Spinnat. Die Nachbars-Frau die ziemlich alt ist und ein Problem mit ihren Knien hat kam zum Essen vorbei. Nach dem Essen spielte ich mit den Kids und Lena Badminton.